Wohin geht es?

Ob Politik, Geistes- oder Naturwissenschaften, alles läuft auf JESUS CHRISTUS hin.

Die Wahrheit?

Wenn Jesus die Wahrheit ist, und die Naturwissenschaften die Wahrheit herausfinden wollen, müssen beide Aussagen eines Tages zusammentreffen. Ich meine, dieser Zeitpunkt ist heute.

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2. Aufklärungszeit (Text)

Um zu verstehen, was mit der sogenannten Aufklärung im geistigen Bereich passiert ist, wähle ich für meinen Vortrag die Französische Revolution und die Evolutionstheorie Darwins als sichtbare Wendepunkte des Umdenkens von der Kirchengeschichte zur atheistischen Wissenschaftsgeschichte. Diese beiden entscheidenden Ereignisse haben aus meiner Sicht großen Einfluss auf unsere heutige atheistische Weltanschauung in Europa.

Nur kurz zur Kirchengeschichte:
Nicht das einer meint, ich will die Kirchengeschichte glorifizieren und meinen, sie wäre viel besser gewesen als die atheistische Wissenschaftsgeschichte. Das ist nicht so. Auch die Kirchengeschichte muss kritisch beleuchtet werden. Oft stand die sogenannte Amtskirche dem Wirken Jesu entgegen und es bedurfte der Aufklärung, diese Missstände aufzudecken.
Aber auch die Sichtweise, im sogenannten Mittelalter war alles schlecht und die Aufklärung hat uns von allem Übel befreit, muss relativiert werden.
Ich will auch nicht wieder zurück zur Kirchengeschichte, sondern zur Wahrheit, die für mich einen Namen hat: JESUS CHRISTUS. Ich möchte, dass jetzt die Christuszeit anbricht, also weg von Kirchen – und atheistische Wissenschaftsgeschichte, hin zu der Person:
JESUS CHRISTUS

Widmen wir uns der Aufklärungszeit:
Als Überschrift könnte man sagen: „Menschliche Vernunft verdrängt Gott aus der Welt“

Wikipedia schreibt über die Aufklärungszeit:

„Der Begriff Aufklärung bezeichnet die um das Jahr 1700 (1650 – 1800) einsetzende Entwicklung, durch rationales Denken alle den Fortschritt behindernden Strukturen zu überwinden.“
Besonders die Geschichte Nordamerikas und Europas wurde davon geprägt., einschließlich die geistigen und sozialen Reformbewegungen, die dann in der Unabhängigkeitserklärung Amerikas und der franz. Revolution mündeten.
Als wichtiges Kennzeichen der Aufklärung gilt die Berufung auf die Vernunft.
Aufklärerische Impulse beeinflussten Politik und Gesellschaft, so dass die Aufklärung zu einem Kennzeichen der Moderne wurde. (Soweit Wikipedia)

Man wollte durch den Verstand die Wahrheit erkennen, z. B. durch den Philosophen René Descartes („Ich denke, deswegen bin ich“)

Einteilen möchte ich die Geschichte bis zur französischen Revolution in zwei Bereiche:

1) Luther veränderte das Mittelalter durch die Reformation. Dies hatte auch Auswirkungen auf die Wissenschaft

Und 2.) Die Zeit der Aufklärung, aus christl. und atheistischer Sichtweise
Durch das Verstandsdenken der atheistischen Aufklärer wurde Gott immer mehr verdrängt

Durch die Reformationszeit geprägt wollten gläubige Wissenschaftler herausfinden, wie Gott die Welt gemacht hat, IHM zur Ehre.
Deshalb wurde die Wissenschaft im 17. Jahrhundert von Christen vorangetrieben, weil sie Gott mit der erschaffenen Natur preisen und seine Vollkommenheit zeigen wollten.

Im Übrigen nicht nur gläubige Wissenschaftler, sondern auch Künstler wie der Maler MICHELANGELO, oder Musiker wie Johann Sebastian Bach und Ludwig van Beethoven hatten die Ehre Gottes zum Thema Ihrer geistigen Arbeiten.

Einige Zitate von Wissenschaftlern sollen diese Zeit deutlich machen:

Astronom Johannes Kepler (1571 – 1630) schrieb am Ende seines Werkes über die Weltharmonie:
„Dir sage ich Dank, Herrgott, unser Schöpfer, dass du mich die Schönheit schauen lässt in deinem Schöpfungswerk:“

Isaak Newton (1643 – 1727), wohl einer der größten Physiker aller Zeiten, der mehr über Jesus Christus und den Glauben schrieb als seine umfangreichen wissenschaftlichen Abhandlungen es erahnen lassen, schrieb: „Die wunderbaren Einrichtungen der Sonne, der Wandelsterne, der Kometen können nur nach dem Plan eines allwissenden und allmächtigen Wesens und nur nach dessen Weisung zustande kommen.“

Auch Paulus sagt im Römerbrief, Kap. 1, 20
„Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, so dass sie (wir Menschen) keine Entschuldigung haben.“

In dieser Zeit kam aber ein anderes Denken auf, die sogenannte Aufklärung.
Haben sich die Reformatoren auf Augustinus berufen, auf die göttliche Offenbarung Jesu Christi, so stellte man diese Ansicht während der Aufklärung in Frage. Die menschliche Vernunft stand nun über alle Dinge, auch über eine Offenbarung Gottes.
Nur noch das, was man sich vorstellen konnte, musste die Wahrheit sein, nicht das, was von Gott offenbart wurde.

Nicht alles, was in der Aufklärung gesagt und gedacht wurde ist automatisch schlecht.
Hegel hat z. B. den dialektischen Prozess entwickelt: These, Antithese und Synthese. (Behauptung, Gegenargumente, Ergebnis). In vielen Entscheidungsfindungen ein sehr nützliches Werkzeug.
Oder folgende Weisheit kam auch von ihm:
Zitat: „Die Geschichte lehrt uns, dass der Mensch nichts aus der Geschichte lernt“

Die Aufklärungszeit wurde nicht in erster Linie von Naturwissenschaftlern, sondern von Philosophen und Theologen vorangetrieben.

Menschliche Vernunft verdrängt Gott aus der Welt

Was ich verurteile ist die Tatsache, dass durch das Dogma des menschl. Verstandes der Mensch in den Mittelpunkt gestellt wurde und Gottes Offenbarungen, sprich die Bibel und seine erschaffene Schöpfung ins Hintertreffen kam.

Jetzt war wieder bei vielen Intellektuellen eine Kluft zwischen den Menschen und Gott, wie bei Adam nach dem Sündenfall.

Durch dieses Denken kamen die Philosophen immer mehr von Gott und sein Wort weg. Obwohl es schon immer einige Atheisten gab, wurde doch der Atheismus, wie wir ihn heute kennen, damals gedanklich geboren.

Der Atheismus kam durch einen Umweg, durch den sogenannten Deismus.

Als Deismus bezeichnet man eine Religionsauffassung, nach der nur Vernunftgründe, nicht die Autorität einer Offenbarung, zur Legitimation theologischer Aussagen dienen können.
Gott hat die Welt irgendwie ins Dasein gebracht, aber dann hat er sich verzogen und hat mit der Entwicklung und dem Ausgang dieser Welt nichts mehr zu tun. Dies nennt man Deismus.
Es gab also keinen persönlichen Gott mehr, der die Geschicke der Natur und der Menschen hier auf der Erde lenkt.

Später entwickelte sich aus dem Deismus der Skeptizismus.

Man war den Wundern in der Bibel sehr skeptisch eingestellt. Man sah sie als Mythen an.
Durch den Skeptizismus ging es dann zum Pantheismus und zum Atheismus über.
Im Pantheismus ist die Schöpfung selbst Gott, damit ist alles irgendwie Gott und wenn man diese Ideologie weiter denkt, auch nichts mehr Gott.
Zu dem Pantheismus gesellte sich dann der Agnostizismus.

Darwin z.B. als ehemaliger Theologe nahm nach seiner Evolutionstheorie eine agnostische Haltung an: es kann Gott geben oder auch nicht.

Die Folge dieses ganzen Denkens war dann der Atheismus.
Von Nietzsche stammt der Satz: „Gott ist tot“
Und zum Schluss gesellt sich noch der Satanismus hinzu.

Dies werde ich später bei der politischen Entwicklung des 20. Jahrhunderts benennen.

(Diese Abfolge ist nur bezogen auf meine Ausarbeitung von der Aufklärungszeit zur Moderne hin. Atheismus gab es z.B. auch schon vor dem 17. Jahrhundert.)

Ab der franz. Revolution und nachher durch Darwin hat der Atheismus sich als allgemeingültige Ideologie und Erklärung sämtlicher Wissenschaften durchgesetzt.
Man darf keinen Gott mehr in die Tür der Naturwissenschaften mehr hineinlassen.
Nun steht der Mensch mit seinem Verstand über Gott.

Prof. Dr. Richard C. Lewontin, Evolutionsbiologe (09.01.1997, The New York Review) sagte:
„Wir schlagen uns auf die Seite der Wissenschaft, trotz der offenkundigen Absurdität mancher ihrer Konstrukte … denn wir können einen göttlichen Fuß in der Tür nicht zulassen.“
– Dogma, Wissenschaft sollte frei sein
(mit Wissenschaft meint er dann die atheistische)
Aber auch damals gab es schon Kritiker der sogenannten Aufklärung:
David Hume, Jean Jacques Rousseau und Kant zeigten dann auch die Grenzen der Aufklärung, Kant mit seiner Kritik der reinen Vernunft, die anderen beiden damit, dass sie das Gefühl und die Freiheit mit hinzunahmen, so dass der Mensch doch mehr ist als nur eine programmierte Maschine. Vom Bibelverständnis der Reformatoren ist aber auch von den drei Philosophen nichts übrig geblieben. Glaube ist jetzt maximal nur noch ein Gefühl.

Merksatz der Aufklärung: Keine Offenbarung außerhalb der Menschheitsgeschichte

Kant trennte den Glauben an Gott und die Naturwissenschaften in zwei Bereiche.
Nach meiner Auffassung ist dieses Problem der Trennung von dem Glauben an Gott und die Naturwissenschaften bis heute geblieben. Da Naturwissenschaften auf Glaubensannahmen aufbauen und nun der theologische Ansatz verboten wird, bleibt nur noch der Atheismus über.

Die Meinungen der atheistischen Aufklärer sind bis heute in unserem Denken erhalten geblieben, die auch schon damals gegen das Christentum wetterten.
In radikalen Schriften des Untergrunds diffamierten Autoren direkt oder indirekt Moses, Jesus und Mohammed als die drei „großen Betrüger der Menschheitsgeschichte“.

Der Mensch stellt sich jetzt über Gott und die Bibel

Wunder der Bibel werden für Erfindungen gehalten, wie z.B. die Jungfrauengeburt, Auferstehung, Himmelfahrt etc.
Die wissenschaftliche Kritik des Christentums hat Einzug erhalten.

Jesus ist nicht mehr Gott, sondern nur noch ein moralischer und ethischer Lehrer.

Der Deist und französische Aufklärer Voltaire (1694 – 1778) trug maßgebend zur Bibelkritik bei.
Nach Voltaire stehen die Traditionen und Gebote monotheistischer Religionen (also dem Judentum, Christentum und Islam) im Gegensatz zur Aufklärung.
Voltaire bezeichnete die Juden in seinem philosophischen Wörterbuch als: „das abscheulichste Volk der Erde“
Vor allem in Frankreich nennt man das 18. Jahrhundert auch „das Jahrhundert Voltaires“

Voltaire war ein maßgeblicher Vordenker der franz. Revolution

Französische Revolution

Dieses ganze Denken der Aufklärer hat dann zur Französischen Revolution (1789 n. Chr.) beigetragen. Man wollte nicht nur den Adel und den verhassten Klerus los werden, sondern auch Gott.

Es war ein Aufstand der Bauern und Handwerker gegen die damaligen weltlichen Autoritäten Adel und Klerus, also der Kirche.
Das Problem war, dass der Adel und der Klerus zusammenarbeiteten. Könige wurden vom Klerus gekrönt, der Adel unterstützte andererseits wieder den Klerus. So hatte der Adel und der Klerus eine Machtausübung über das Volk.
Aber es kam noch ein anderer Aufstand zu Revolution dazu:
Deistische und atheistische Kreise, vor allem Philosophen, wollten auch die Herrschaft Gottes absetzen.
Man setzte den verhassten Klerus mit Gott gleich und wollte beides nicht mehr.

Am 10. November 1793 wurde die „Göttin der Vernunft“ in der früheren Kirche Notre Dame in Paris geehrt.
Im gleichen Jahr wird die Religionsfreiheit wieder eingeschränkt, das Christentum verboten, eine Schreckensherrschaft beginnt
Das wollten die Bauern und Handwerker nicht. Sie waren nur gegen die weltlichen Autoritäten, aber nicht gegen Gott.

Gut ein halbes Jahr später erkannte Robbespierre die Spaltung des Volkes und ruft das Fest des „Höchsten Wesens“ auf dem Marsfeld in Paris aus. Dieses höchste Wesen ist neutral, nicht religions – u. konfessions gebunden.
Für den einen war das höchste Wesen weiterhin Gott, für die anderen z.B. die Vernunft, der Verstand.
Hier setzte sich immer mehr der Deismus durch. Für den Deisten war die Vernunft das höchste Wesen.

Zur französischen Revolution trugen zum einen die deistisch denkenden Philosophen bei, zum anderen aber auch christliches Gedankengut.

Durch Luther wurde der Gedanke aufgegriffen, dass das Reich Gottes zu unterscheiden ist von der Welt.
(Mein Reich ist nicht von dieser Welt, sagte Jesus)
Von diesem Gedanken geprägt, entwarfen schon im Jahre 1620 n. Chr. Puritaner (Pilgrims Fathers) bei der Überfahrt des Atlantiks auf dem Schiff Namens Mayflower das erste Regierungsdokument der Neuen Welt. Dieses Dokument über die Selbstverwaltung und des Willens des Bürgers, ihr Gemeinwesen mit selbstgegebenen, gerechten und gleichen Gesetzen zu ordnen, ist in die amerikanische Geschichte eingegangen. Der Gottesbezug durfte bei diesem wichtigem Dokument nicht fehlen.

Einen Monat vor der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, am 12.Juni 1776, wurde durch die gesetzgebende Versammlung Viginias die Menschenrechte (Bill of rights) verkündigt.
Inhalt der Bill of rigths waren Leben, Freiheit, Rechtsgleichheit, Eigentum und das Streben nach Glück und Sicherheit, sowie Presse und Religionsfreiheit
Das Fundament der bill of rights waren wiederum
die Mayflower Verträge vom 21. Nov. 1621.

Grundlage für die Unabhängigkeitserklärung von 13 amerikanischen Kolonien zu ihrem Mutterland England waren wiederum die Bill of rights und die Mayflower Verträge.

Dabei griff der Philosoph John Locke das Allgemeinprinzip der Mayflower Verträge wieder auf. Für die amerikanische Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776, also 13 Jahre vor der französischen Revolution, war dies von entscheidender Bedeutung.

John Locke leitete die Gleichheit der Menschen aus der biblischen Schöpfungsgeschichte ab, genauer: aus dem Buch Genesis 1,26 ff.  als der Basis der theologischen Lehre von der Gottebenbildlichkeit. Dieser religiösen Grundüberzeugung entsprechend, begründete die Unabhängigkeitserklärung die allgemeinen Menschenrechte theologisch aus dem biblischen Schöpfungsglauben:
„Alle Menschen sind gleich geschaffen“ und „der Schöpfer hat ihnen bestimmte unveräußerliche Rechte verliehen“, zu denen „Leben, Freiheit und das Streben nach Glück gehören“.

Der Marquis de La Fayette spielte als Brückenbauer von den Bill of Rights von Virginia (1776) und der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung hin zur franz. Revolution eine wichtige Rolle.
Jetzt weiß man auch, woher die Slogans der franz. Revolution kommen:
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit
Sie sind mehr dem christlichen Gedankengut entnommen als der atheistisch aufklärerischen.

Zur französischen Revolution wird aber beides dazu beigetragen haben, atheistische Aufklärung und christlich geprägtes Demokratieverständnis.

Zusammenfassung von der Aufklärungszeit:
Wenn wir unsere heutige Gottlosigkeit verstehen wollen, findet man die Ursachen schon in der Abkehr von Gott in der Aufklärungszeit, also schon vor ca. 250 Jahren.

 

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